Beizen klingt zunächst etwas abstrakt. Wer die Technik einmal verstanden hat, möchte sie bei der Möbelaufarbeitung jedoch nicht mehr missen. Denn mit Beize lässt sich der Charakter einer Holzoberfläche gezielt verändern: Aus einer einfachen Kiefernholzplatte kann ein warmer Tropenholz-Look entstehen, und aus „Eiche rustikal“ wird durch den passenden Beizton ein ganz anderer, warmer Holzton.
Damit das gelingt, braucht es ein bisschen Know-how. Denn bevor eine Holzoberfläche gebeizt werden kann, muss sie richtig eingeschätzt und vorbereitet werden.
Zu Beginn schaffen wir die Grundlage für die praktische Arbeit. Du lernst:
• den Unterschied zwischen Massivholz und Furnier
• die Unterschiede zwischen Weichholz und Hartholz
• verschiedene Holzarten und wie sie sich beim Beizen verhalten
• Schleifmittel und Körnungen
• Handschliff und Maschinenschliff
• Vorstellung verschiedener Schleifmaschinen
Damit kannst du dein Werkstück richtig einschätzen und weißt, worauf es bei der Vorbereitung ankommt.
Dein Werkstück in diesem Kurs ist eine Holzkiste, die du im Laufe des Workshops nach deinen eigenen Vorstellungen gestaltest.
Zunächst bereitest du die Kiste durch Schleifen und Wässern auf das anschließende Beizen vor. Auf einem Sperrholzbrett fertigst du deine persönliche Beiz- und Versiegelungslegende an und probierst verschiedene Beiztöne in Kombination mit transparenen und farbigen Möbelwachsen und natürlichen und pigmentierten Möbelölen aus. So kannst du direkt sehen, welche Kombinationen miteinander harmonieren. Weitere Möglichkeiten der Oberflächenversiegelung stelle ich dir in der Theorie vor.
Mit diesem Wissen gestaltest du anschließend deine Holzkiste: Du wählst deinen Beizton und deine Versiegelung und entwickelst damit deinen individuellen Look.
Du nimmst zwei selbst gestaltete Werkstücke mit nach Hause: deine persönliche Beiz- und Versiegelungslegende und deine individuell gestaltete Holzkiste. Vor allem aber nimmst du das Wissen mit, dass Beizen mit den richtigen Schritten einfach und unglaublich effektiv sein kann – und dass dir damit künftig ganz neue Möglichkeiten offenstehen, Möbel und Holzoberflächen zu verändern, aufzuwerten und zu retten.
unterschiedliche Untergründe zu erkennen
Schleifmaterialien und verschiedene Körnungen richtig einzusetzen
Hand- und Maschinenschleifen
Schraublöcher, Risse und Fehlstellen zu verspachteln
Haftgrund und Sperrgrund richtig einzusetzen
Anschließend schleifst und verspachtelst du deinen Hocker und bereitest ihn so für die Lackierung vor.
• zwei Werkstücke
• sämtliche Arbeitsmaterialien
• Getränke und Knabbereien
Esther Ollick gibt ihr Wissen in Workshops, Fachbüchern und im Fernsehen weiter. Nach einer handwerklichen Ausbildung arbeitete sie zunächst im Messe- und Eventbau. Später entwickelte sie mit einem eigenen Vintage-Geschäft Konzepte, um Möbel und Materialien aufzuarbeiten und kreativ weiterzuverwenden. In ihrer Arbeit verbindet sie Handwerk, Kreativität und Nachhaltigkeit. Ihr Ziel ist es, Menschen zu ermutigen, selbst aktiv zu werden und die eigenen Fähigkeiten zu entdecken.